
Story · Oktober 2026
Alaska & California – Herbst 2026
Das Nördlichste: Alaska und die Küste zurück zum Anfang
Dresden → San Francisco → Lake Tahoe → Yosemite → Los Angeles → Morro Bay → San Francisco → Anchorage → Homer → Denali → Fairbanks → Arctic Circle → Anchorage → San Francisco → Dresden · Oktober–November 2026
Manche Ziele sammelt man. Man kreist darum, schiebt sie vor sich her, hält sie für den richtigen Moment auf. Für uns ist Alaska seit Jahren so ein Ziel. Groß. Rau. Zu groß für ein Komma.
Aber wir beginnen sanft: San Francisco wieder, weil es der logische Norden jeder USA-Reise ist. Golden Gate, Peak Design Store, Walmart-Einkauf für die Küche — das Übliche in der besten Stadt der Westküste. Dann fahren wir nach Lake Tahoe: Wandern, Stille, Wasser das im Oktober schon kalt ist.
Weiter nach Yosemite — Hetch Hetchy, Wawona Bridge, die großen Wanderungen. Wir kennen den Park inzwischen wie ein altes Buch, das man trotzdem immer wieder aufschlägt. Los Angeles mit Griffith Observatory, Venice, Santa Monica Pier, Echo Park. Und Randy's Donuts, natürlich — das ist inzwischen so etwas wie unser Los-Angeles-Eintrittsritual.
Der Highway 1 nach Morro Bay: Shrimpies essen irgendwo am Straßenrand, Sonnenuntergang mit Ottis. Big Sur am nächsten Morgen — Pfeiffer State Park, McWay Falls, dieser Wasserfall, der direkt ins Meer fällt und für den es keine bessere Erklärung gibt als: geh hin. Dann San Francisco nochmal, Apple Park, Golden Gate Park, vielleicht Alcatraz-Abendtour.
Und dann fliegen wir nach Anchorage.
Der Wechsel ist sofort spürbar. Alaska ist keine Landschaft. Alaska ist ein Zustand. Wir erkunden Anchorage und Whittier — einen kleinen Hafen, der fast surreal wirkt, eingeschlossen zwischen Bergen und Meer. Scenic Drive nach Anchor Point und Homer: das Ende der Homer Spit, Fischerboote, Adler auf den Masten.
Denali ist das Herzstück. Der höchste Berg Nordamerikas, in Wolken oder nicht, verändert die Perspektive auf alles. Der Park ist weiter als weiter. Man fährt eine Straße rein und hat das Gefühl, es gibt keinen Weg zurück — weil man gar nicht zurückwill.
Fairbanks und dann — der Polarkreis. Die Arctic Circle: eine unsichtbare Linie auf der Erde, die man trotzdem spürt, wenn man davor steht. Kein Trubel. Keine Souvenirläden. Nur Weite und der Gedanke: hier endet Mitteleuropa, nicht geographisch, aber irgendwie existenziell.
Zurück über Tok nach Anchorage. Der Rückflug nach San Francisco, dann Dresden. Koffer, Jetlag, das leise Gefühl: Wir haben etwas gesehen, das die meisten nur auf Karten kennen.