Story · August 2025
Florida & The Deep South – Sommer 2025
Von den Everglades bis Bourbon Street: Der tiefe Süden auf vier Rädern
Atlanta → Knoxville → Savannah → Miami → Florida Keys → Everglades → Tampa → Destin → New Orleans → Austin · August–September 2025
Der Süden der USA riecht anders. Nach feuchter Hitze, nach Blumenkohlwolken am Horizont, nach frisch gebrühtem Kaffee in zu kleinen Diner-Tassen und nach diesem leicht salzigen Hauch, der einem an der Golfküste entgegenkommt, bevor man das Meer überhaupt sieht.
Wir fliegen nach Atlanta, fahren kurz nach Chattanooga zu Robin — eine Art Ritual inzwischen — und dann nach Knoxville: Buc-ee's natürlich, Bass Pro Shops, Pigeon Forge und die Ole Smoky Destillery, die uns ein zweites Mal begrüßt wie ein alter Bekannter. Dann südwärts, durch South Carolina, Richtung Meer.
Savannah ist eine Stadt, die man sofort liebt und nie ganz versteht. Die Alleen mit den riesigen Eichen, behängt mit spanischem Moos. Die Squares — kleine Parks, die über die ganze Innenstadt verteilt sind wie Atemzüge zwischen den Häusern. Wir schlendern. Es gibt hier nichts zu hetzen. Savannah erwartet das auch gar nicht.
Auf dem Weg nach Miami stoppen wir in Orlando — Yeti Factory Store, Columbia Southwest Store, Alexandras obligatorische Schokoladenfabrik. Dann das echte Florida: Hitze, Autobahn, Palmen, das langsame Staunen darüber, wie groß dieser Staat ist.
Miami ist zwei Städte in einer. Tagsüber: Miami Beach, die Pastell-Art-Deco-Fassaden, der Strand, Little Havana. Abends: Yard House mit Blick, das Treiben an der Promenade, die Stadt, die nie wirklich einschläft. Wir kayaken auf Raccoon Island — ruhig, grün, das komplette Gegenteil der Innenstadt.
Die Florida Keys sind eine Erkenntnis. Der Overseas Highway zieht sich über das Wasser wie eine Linie, die jemand mit einem Lineal gezogen hat, und das Meer liegt rechts und links davon in diesem unglaublichen Türkis. Key West: Dolphin Research Center, Strandtag, das langsame Auflösen jeglicher Eile.
Die Everglades empfangen uns mit Hitze und Stille. Wir leihen Kanus oder Kayaks — das Wasser ist so klar, dass man die Untiefen sieht, bevor man drin sitzt. Krokodile auf Baumstämmen. Vögel in Arten, die wir nicht benennen können. Es ist eine der stillsten Stunden dieser Reise.
Tampa, dann Destin mit dem Opal Beach — weißer Sand, der wirklich weiß ist. Nicht gelblich. Weiß wie Puderzucker, und das Wasser dazu in einem Grün, das man nur hier findet.
New Orleans ist laut und lebendig und traurig und wunderschön. Die Dampfer-Tour mit Buffet auf dem Mississippi: ein bisschen kitschig, sehr amerikanisch, unvergesslich. Durch die Stadt bummeln, Bourbon Street und die Seitenstraßen, die viel interessanter sind. Jazz aus allen Ecken. Beignets bei Café Du Monde.
Letzter Stop: Austin. Der YETI Flagship Store — weil man manche Pilgerfahrten schlicht machen muss. Die Stadt selbst: lebendig, jung, mit einem Energieüberschuss, der ansteckt. Hier verabschieden wir uns — Alexandra fliegt nach Hause. David bleibt noch einen Moment länger.